Schutz kritischer Infrastrukturen: Zäune und Sicherheitsvorkehrungen reichen nicht aus
Der großflächige Stromausfall in Reutlingen nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das Umspannwerk Reutlingen-West hat gezeigt, wie verwundbar unsere Versorgungssysteme sind. Rund 20.000 Menschen, Krankenhäuser und Betriebe waren stundenlang ohne Strom
Gestern war CEO Mirko Ross dazu in den Tagesthemen zu Gast. Seine klare Botschaft: Schutz durch Zäune und Wachdienst ist nur bedingt möglich. „Es ist relativ schwer zu glauben, dass wir baulich so viel machen können.”
Jedes Umspannwerk physisch abzuschirmen, ist kaum realistisch.
Der Fokus muss sich verschieben: Resilienz statt reiner Abwehr. Ross bringt es auf den Punkt:
„Wir müssen mehr investieren, dass wenn eine kritische Komponente ausfällt, wir das kompensieren können.”
Die entscheidende Frage lautet: Gibt es genug alternative Ressourcen im Stromnetz, um Ausfälle aufzufangen?
Was es jetzt braucht:
- Mehr Geld und Zeit für den Schutz und die Resilienz kritischer Anlagen
- Investitionen in Redundanz und Kompensationsfähigkeit im Netzbetrieb
- Ganzheitliche Strategien über physische und digitale Domänen hinweg
Das vollständige Interview ist in der ARD Mediathek verfügbar (ab Minute 23:15):


Konrad Buck
Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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