Palantir in Baden-Württemberg: asvin-Gründer Mirko Ross benennt das unterschätzte Risiko

Fast 92 Prozent der Grünen in Baden-Württemberg haben in einer Urabstimmung gegen den Einsatz der Palantir-Software „Gotham“ bei der Polizei gestimmt. Ministerpräsident Cem Özdemir will dennoch am Vertrag mit dem US-Unternehmen festhalten, bis eine leistungsfähige europäische Alternative bereitsteht.
Der SWR hat die Debatte aufgearbeitet – und mit unserem Gründer Mirko Ross gesprochen.

Das eigentliche Problem ist die Abhängigkeit, nicht nur der Datenschutz

Ross kritisiert den Einsatz deutlich, widerspricht aber der Vorstellung, eine europäische Lösung ließe sich kurzfristig auf dasselbe Niveau heben:

Palantirs Vorsprung sei das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung mit hochsensiblen Datenbeständen.

Entscheidend ist für ihn ein anderer Punkt – wer zentrale Sicherheitssoftware bei einem einzigen ausländischen Anbieter bezieht, schafft eine Abhängigkeit mit „unglaublichem Erpressungspotenzial“.

Während die Landesregierung auf fehlende Alternativen verweist, melden sich deutsche Anbieter mit einsatzbereiten Plattformen.
Die Frage ist also weniger, ob es europäische Optionen gibt, sondern wie ernsthaft nach ihnen gesucht wird.

Für uns bei asvin ein bekanntes Muster:
Digitale Souveränität entscheidet sich nicht an Absichtserklärungen, sondern daran, wer im Ernstfall die Kontrolle über die eigene Infrastruktur behält.
Heute betrifft das Polizeisoftware – morgen Lieferketten, Industrieanlagen und kritische Infrastruktur.

Vollständiger Artikel beim SWR (auf Deutsch) nachlesen: Die Grünen sagen Nein zu Palantir

Anfällig für Software-Erpressung: Warum Mirko Ross vor Palantir warnt

Konrad Buck

Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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