Stromnetze schützen: Warum Priorisierung wichtiger ist als Zäune
Ein Zaun, ein Vorhängeschloss, ein Warnschild. So sieht der Schutz mancher Anlage aus, von der das Licht einer ganzen Region abhängt.
Der SWR war dafür in der Netzleitstelle von Netze BW in Esslingen. Bezeichnend: Vor acht Jahren gab es dort einen Experten für Notfallmanagement, heute sind es vier – plus eine Stelle nur für Sabotageschutz.
CEO Mirko Ross macht im Beitrag einen Punkt, der oft untergeht: Nicht jede Anlage ist gleich wichtig.
„Umso größer und bedeutender die Anlagen werden, desto schwieriger wird es auch für den Netzbetreiber, da unter Umständen auszugleichen.“
Sein Rat an die Politik ist deshalb nicht „alles schützen“, sondern priorisieren: „Reicht der Zaun noch aus, oder müssen wir da in Richtung Wachdienste oder Kameraüberwachung und schnellere Reaktionszeiten den Invest machen.“
Cyberangriffe bleiben unsichtbar
Digital gilt dieselbe Logik – nur sieht man diese Angriffe nicht kommen. Wer nicht weiß, welche Systeme kritisch sind und welche Schwachstellen dort offen liegen, verteilt sein Budget nach Gefühl.
Das KRITIS-Dachgesetz setzt den Rahmen
Der Rahmen existiert längst: Das deutsche KRITIS-Dachgesetz ist im März in Kraft getreten. Welche Anlagen überhaupt als kritisch gelten, muss aber erst eine Rechtsverordnung festlegen – laut Bundesinnenministerium wird daran „mit Hochdruck“ gearbeitet. Betreiber warten also auf die Definition und sollen heute schon liefern.
Was in der Zwischenzeit hilft: Verwundbarkeiten nach echter Kritikalität sortieren, nicht nach Liste von oben nach unten.
Genau dafür bauen wir bei asvin – Cyber Threat Intelligence.
Ganzer SWR-Beitrag hier zum Nachlesen: Wie gut ist die kritische Infrastruktur im Land geschützt

Konrad Buck
Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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