
Mehr Cybersicherheit für den Zukunftsmarkt Elektromobilität
Forschungsprojekt ReSiLENT für Analyse und Prävention von Cyberrisiken auf Ladeinfrastruktur erfolgreich abgeschlossen.
Regensburg / Stuttgart / Leinfelden-Echterdingen, Oktober 2026 – In dem Verbundvorhaben haben die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, die asvin GmbH und die chargeIQ GmbH gemeinsam Lösungen entwickelt, welche die Ladeinfrastruktur besser gegen Cyberangriffe schützen und ihren zuverlässigen Betrieb ermöglichen. Jetzt wurde das Forschungsprojekt ReSiLENT (Resiliente und Sichere Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge) mit einer Vielzahl nützlicher Ergebnisse beendet.
Durch die zunehmende Vernetzung von Elektrofahrzeugen, Ladestationen, Backend-Systemen und Energienetzen wachsen die Anforderungen an die Cybersicherheit. ReSiLENT hat deshalb untersucht und erprobt, wie Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt, relevante Informationen sicher bereitgestellt und geeignete Maßnahmen unterstützt werden können. Ziel war es, Ladeinfrastruktur über ihren gesamten Lebenszyklus robuster und widerstandsfähiger gegenüber digitalen Bedrohungen zu machen.
Im Mittelpunkt stand ein ganzheitlicher Ansatz aus Prävention, Erkennung, Reaktion und nachvollziehbarer Dokumentation von Sicherheitsereignissen. Die entwickelten Lösungen wurden mit bestehenden Komponenten der Ladeinfrastruktur verbunden und in einem gemeinsamen Feldversuch unter realitätsnahen Bedingungen erprobt.
Erfolgreiche Tests im Feld
Im Projektverlauf analysierte das Konsortium mögliche Bedrohungen für vernetzte Ladeinfrastruktur und leitete daraus gemeinsame Anforderungen an ein modernes Sicherheitskonzept ab. Auf dieser Basis entstanden Anwendungen zur Erkennung auffälliger Vorgänge, zur Unterstützung angemessener Reaktionen und zur Bereitstellung sicherheitsrelevanter Informationen für die beteiligten Akteure.
Ein wichtiges Ergebnis ist eine dezentrale Kommunikationsstruktur für den Austausch von Sicherheitsinformationen. Sie soll dazu beitragen, dass Ladepunkte- und Betreiber-Informationen auch in verteilten Systemen belastbar und skalierbar verarbeitet werden können. Ergänzend wurde eine zentrale Benutzeroberfläche entwickelt, über die Betreiber, Eigentümer und Sicherheitsverantwortliche relevante Sicherheitsmeldungen und Handlungshinweise Rollen-bezogen erhalten können.
Die Komponenten des Gesamtsystems wurden in speziell präparierte Prototypen von Ladestationen integriert und in einer einsatznahen Umgebung betrieben. Damit konnte die technische und betriebliche Integrationsfähigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden. Die Projektergebnisse schaffen eine Grundlage für weitere Erprobungen, Weiterentwicklungen und mögliche Anwendungen in der Ladeinfrastruktur sowie in anderen vernetzten IoT-Umgebungen.
Laut asvin-CEO Mirko Ross: passen die ReSiLENT-Ergebnisse perfekt zur zunehmenden Akzeptanz neuer innovativer Mobilitätskonzepte:
„Ladeinfrastruktur ist wesentlicher Bestandteil des Backbones für Elektromobilität. Neben Daten zum Energiemanagement zwischen Fahrzeugen, Stromerzeugung und Speichereinheiten werden auf diesen Netzen in Zukunft auch alle Daten für den Betrieb von neuartigen Mobilitätslösungen übertragen. Dies vergrößert die Angriffsfläche für Cyberangriffe enorm. Mit den Ergebnissen des Projekts ReSilenT machen wir jede Art von Mobilitäts-Infrastruktur cybersicher und innovationsfähig.“
Die Ergebnisse aus ReSiLENT liefern die Basis für weiterführende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Hierzu gehören insbesondere die weitere Erprobung von Ladeinfrastruktur gemeinsam mit Herstellern und Betreibern. Kritische Punkte sind dabei die Weiterentwicklung der Sicherheitsfunktionen sowie die Verwendung der Erkenntnisse in Standardisierungs- und Open-Source-Aktivitäten.
Das Konsortium wird die Ergebnisse nutzen, um die Sicherheit vernetzter Ladeinfrastruktur weiter voranzubringen und die Erkenntnisse für künftige Anwendungen in der Elektromobilität und anderen kritischen IoT-Systemen verfügbar zu machen.
Projektpartner & Projektbeitrag
Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg war Konsortialführer des Projekts. Sie verantwortete die wissenschaftlich-technische Forschung sowie die Entwicklung von Sicherheitsansätzen für Prävention, Erkennung, Reaktion und die Nachvollziehbarkeit von Sicherheitsereignissen in der Ladeinfrastruktur.
www.oth-regensburg.de
Die asvin GmbH brachte ihre Expertise in IoT-Cybersecurity, dezentralen Kommunikationssystemen und Cyber Threat Intelligence ein. Im Projekt entwickelte das Unternehmen die Kommunikations- und Informationsplattform für den Austausch und die Bereitstellung sicherheitsrelevanter Informationen. asvin.io
Die chargeIQ GmbH verantwortete die Erweiterung und Integration der Lösungen in die Ladeinfrastruktur sowie die praktische Erprobung im Feld. Das Unternehmen brachte seine Erfahrung im Bereich vernetzter Ladeinfrastruktur und im Betrieb von Ladelösungen ein. chargeiq.de
Förderung und Projektfakten
Das Forschungsprojekt ReSiLENT wurde gefördert im Rahmen der Förderlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), Förderschwerpunkt „Resiliente Low-Cost-Ladeinfrastruktur“.
- Projektname: ReSiLENT – Resiliente und Sichere Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
- Projektlaufzeit: 1. Juni 2023 bis 31. Mai 2026
- Projektpartner: OTH Regensburg, asvin GmbH und chargeIQ GmbH
- Förderkennzeichen: 01MV23026A, 01MV23026B und 01MV23026C
Weitere Informationen: www.resilent-project.de
Unternehmensinformationen und Pressekontakte
Prof. Dr. Rudolf Hackenberg
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Konsortialführung ReSiLENT
E-Mail: rudolf.hackenberg@oth-regensburg.de
Über chargeIQ:
chargeIQ ist auf die einfache Verwaltung und automatisierte Abrechnung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge spezialisiert. Das in Leinfelden-Echterdingen ansässige Unternehmen ermöglicht mit seiner zugänglichen, nutzerorientierten Software die effiziente und unkomplizierte Verwaltung privater und halböffentlicher Ladeinfrastruktur in verschiedenen Anwendungsszenarien. Die modulare Plattform von chargeIQ erlaubt die freie Wahl von Hardware, Software und Betriebsmodell – ohne Abhängigkeit von proprietären Systemen. https://chargeiq.de/en
Pressekontakt:
Volker Fricke
E-Mail: volker@chargeiq.de
Über asvin:
asvin ist ein in Stuttgart ansässiges Cybersecurity-Unternehmen, das auf Cyber-Threat- und Risk-Intelligence für vernetzte Produkte, industrielle Infrastrukturen und komplexe Lieferketten spezialisiert ist. Mit KI-gestützter Analyse, kontextbasierter Risikobewertung und automatisierten CTI-Reports unterstützt asvin Organisationen dabei, Bedrohungen frühzeitig zu identifizieren, Risiken zu priorisieren und regulatorische Anforderungen effizient umzusetzen. https://asvin.io/

Konrad Buck
Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hintergrund & Expertenzugang für Medien
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Ich spreche offen, faktenbasiert und ohne PR-Floskeln. Als ehemaliger IT-Journalist mit jahrzehntelanger Erfahrung in der IT- und Cybersicherheitsbranche kenne ich die Höhen und Tiefen der Industrie. Hintergrundgespräche off the record sind auf Anfrage möglich.





