Abhängigkeiten zu groß: Hat Bosch wenig gelernt?

Bosch setzt voll auf Künstliche Intelligenz und arbeitet dafür eng mit Microsoft zusammen. Chance oder Risiko? In einem Beitrag der Tagesschau ordnet der Digitalexperte Mirko Ross die Kooperation ein, und er sieht sie kritisch.

„Die Meldung lässt vermuten, dass Bosch in puncto Abhängigkeit nichts oder nur wenig aus den Erfahrungen mit Betriebssystemen, Geschäftsanwendungen und Cloud gelernt hat.“

Wer entscheidet über den Zugang zu KI?

Es geht es vor allem um die Frage, wer über den Zugang zu leistungsfähiger KI entscheidet. Das sind Microsoft und die US-Regierung. „Deutsche Unternehmen werden hier durch Exportbeschränkungen schon heute benachteiligt, indem Modelle der neuesten Generation oder bestimmte Funktionen vorenthalten werden oder nur von US-Unternehmen genutzt werden können.“ Hinzu kommen die Kosten: Microsoft bestimmt dank seiner Marktmacht schon heute, was geschäftskritische Software kostet. Bei KI erwartet Mirko Ross dasselbe.

Schlüsseltechnologie braucht Souveränität

Das wiegt umso schwerer, weil KI zur Schlüsseltechnologie wird. Sie wird künftig maßgeblich darüber entscheiden, wie produktiv und wettbewerbsfähig Unternehmen sind. Hier nicht auf souveräne Lösungen zu setzen, birgt erhebliche Risiken.

Investieren in europäische KI

Mirko Ross wünscht sich deshalb, dass die deutsche Industrie stark in europäische KI-Lösungen investiert: „Die Gelder, die Bosch bei Microsoft anlegt, hätten bei einer Investition in europäische KI-Modelle und KI-Werkzeuge eine deutlich bessere Zukunftsdividende.“

Was Bosch und Microsoft genau vereinbart haben, ist nicht bekannt. Genau hinzusehen lohnt sich trotzdem.

Unternehmen sollten prüfen, auf welche Abhängigkeiten sie sich einlassen und welche Probleme daraus entstehen können.

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Zum vollständigen Artikel auf tagesschau.de:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/bosch-microsoft-ki-100.html

KI als Schlüsseltechnologie: Warum die Abhängigkeit von US-Technologiegiganten ein Risiko darstellt – Mirko Ross in der Tagesschau

Konrad Buck

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