421.000 AFD-Mails im Netz: Mirko Ross widerspricht der Partei

Nach einem Hackerangriff auf E-Mail-Konten der AfD sollen rund 421.000 Mails veröffentlicht worden sein. Die Partei spricht von einigen wenigen, überwiegend alten Postfächernn. asvin CEO Mirko Ross sieht das im Gesrpäch mit MDR AKTUELL anders.

„Man kann nicht davon sprechen, dass es sich hier nur um alte und wenige Daten handelt“

Mitgliederlisten, Finanzdaten, Ausweise

Laut Ross enthält das Material neben E-Mails auch Anhänge, Mitgliederlisten, Finanzdaten und Ausweisdokumente. Außerdem seien Daten aus dem Jahr 2026 dabei. Ein Großteil stamme aus Nordrhein-Westfalen. Betroffen sei aber auch die Kommunikation mit anderen Landesverbänden sowie mit aktuellen und früheren Spitzenpolitikern der Partei.

Archiv lässt sich nicht mehr einfach löschen

Er erklärt auch, warum sich die Daten kaum noch aus dem Netz entfernen lassen: Das Archiv wurde über das dezentrale BitTorrent-Netzwerk verbreitet.
Wer hinter der Veröffentlichung steckt, ist unklar, und auch die Echtheit der Daten ist noch nicht bestätigt. Offen ist außerdem, ob die Informationen bei einem Angriff von außen erbeutet wurden oder ob jemand mit internem Zugang sie weitergegeben hat.

Die AfD muss den Vorfall den zuständigen Datenschutzbehörden melden und aufklären, wie die Daten in fremde Hände gelangen konnten.

Sein Fazit: „Der Schaden ist sehr groß für die Partei.“

Jetzt reinhören:

Den ganzen Beitrag finden Sie bei MDR AKTUELL. Im Artikel ist der Radiobeitrag eingebunden, in dem Mirko Ross das Datenleck einordnet.

Jetzt nachlesen und hören bei MDR AKTUELL:
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/hackerangriff-schaden-angriff-mails,afd-1318.html

Cyberangriff auf die AFD – MDR interviewte Mirko Ross

Konrad Buck

Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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