KI außer Kontrolle ? Warum der OpenAI-Vorfall eine genauere Betrachtung verdient.
Wenn eine KI angeblich aus dem Labor ausbricht, sich in ein anderes Unternehmen hackt und Daten stiehlt, klingt das nach Science-Fiction. Genau deshalb lohnt sich sich ein zweiter Blick. Im Interview mit Capital ordnet CEO Mirko Ross den viel diskutierten Vorfall rund um OpenAI und Hugging Face ein – und rät zur Vorsicht, bevor wir von einer außer Kontrolle geratenen KI sprechen.
Denn beide Unternehmen stehen vor einem Börsengang und haben ein Interesse daran, ihre Modelle als besonders leistungsfähig darzustellen.
Der beschriebene Angriffspfad ist zudem technisch aufwendig und verbraucht enorm viel Rechenleistung – bei einem kontrollierten Experiment hätte das eigentlich auffallen müssen. Ein PR-Effekt lässt sich also nicht ausschließen.
Können KI Modelle Cyberangriffe durchführen?
Ja. Aber ein KI-gestützter Angriff kostet schnell 30.000 bis 40.000 Euro. Für klassische Kriminelle lohnt sich das kaum, für staatliche Akteure schon – und genau dort liegt die eigentlich relevante Gefahr. Real zu beobachten ist längst, dass KI genutzt wird, um Schwachstellen zu finden und Schadcode zu bauen.
Der Mensch bleibt dabei bewusst in der Schleife.
Der Rat an Unternehmen ist nach wie vor unspektakulär, aber wirksam:
erst die Hausaufgaben machen, Systeme abschotten, Backups pflegen, Schwachstellen schließen – und dann selbst KI einsetzen, die die eigenen Lücken findet, bevor es jemand anderes tut. Gerade der Mittelstand darf hier nicht abgehängt werden, denn ein einziger schwerer Cybervorfall kostet am Ende meist mehr als jede Einsparung.
Vielen Dank an Capital.de für das Gespräch.
Hier der Link zum vollständigen Artikel:
https://www.capital.de/wirtschaft-politik/openai–was-steckt-wirklich-hinter-dem-ki-hackerangriff






