Wer kontrolliert die KI? Mirko Ross fordert in der NZZ eine Weltaufsicht nach dem Vorbild der Atomenergie
Ein Entwicklungsstopp für KI klingt gut, wird aber nicht kommen. Davon ist Mirko Ross, CEO von asvin, überzeugt. In seinem Gastkommentar für die Neue Zürcher Zeitung schlägt er etwas anderes vor: eine internationale Kontrollbehörde, die nicht nur mahnt, sondern hinschaut.
Digital und vor Ort, in den Laboren und Rechenzentren der großen KI-Entwickler.
Sein Argument: Moratorien, die niemand durchsetzen kann, bleiben PR-Aktionen.
Ernst wird es erst, wenn eine Instanz Zugang bekommt und Verstöße Folgen haben. Ross zieht dafür einen deutlichen Vergleich. KI ist besonders im militärischen Einsatz so folgenreich wie die Atomenergie. Deshalb braucht sie eine Aufsicht, wie es sie mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien bereits gibt: global anerkannt und völkerrechtlich legitimiert.
Am dringendsten ist das beim Militär. Werden dort keine Grenzen gezogen, könnten autonome Waffensysteme Entscheidungen übernehmen, die bisher Menschen treffen. Und das schneller, als Politik und Völkerrecht reagieren können.
Warum uns das Thema bewegt
Wir schützen vernetzte Systeme und kritische Infrastrukturen. Dabei sehen wir jeden Tag, wie schnell sich Technik weiterentwickelt und wie langsam Regeln hinterherkommen. KI-Agenten, die selbstständig handeln, verschärfen diese Lücke. Sicherheit lässt sich nicht nachträglich anbauen. Sie muss von Anfang an mitgedacht und kontrolliert werden, in einem einzelnen Gerät genauso wie in der globalen KI-Entwicklung. Genau dafür setzt sich Mirko Ross in der NZZ ein.
Hier der vollständige NZZ-Beitrag (auf Deutsch):
https://www.nzz.ch/meinung/ki-braucht-dringend-eine-globale-kontrollinstanz-aehnlich-der-atomenergie-ld.10024874


Konrad Buck
Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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